Queerfeindlichkeit beschreibt die Abwertung, Ausgrenzung und Gewalt gegenüber queeren Menschen – also Menschen, deren Sexualität, Geschlecht oder Beziehungsform nicht in cis-heteronormative Normen passen. Dazu gehören u.a. lesbische, schwule, bi+, asexuelle, aromantische, trans*, inter* und nicht-binäre Personen.
Sie zeigt sich z.B. durch:
- Beleidigungen, Witze, Drohungen
- körperliche Gewalt und Hasskriminalität
- Ausschluss aus Familie, Gemeinde, Arbeitsplatz
- Pathologisierung in Medizin und Psychiatrie
- Gesetze, die Rechte einschränken (z.B. Trans-Gesetzgebung, Adoptionsrechte).
Queerfeindlichkeit umfassen viele Unterformen: Homofeindlichkeit, Bifeindlichkeit, Acefeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Interfeindlichkeit – oft überlagert mit Rassismus, Sexismus, Ableismus, Klassismus.
Im Alltag ist Queerfeindlichkeit nicht nur „Hassverbrechen“, sondern auch:
- ständiges Unsichtbar-Machen („Bei uns gibt’s sowas nicht“)
- Witze über queer sein als Trend
- Zwang zu hetero Passing, um in Ruhe gelassen zu werden.
Im Gesundheitswesen kann Queerfeindlichkeit lebensbedrohlich sein:
- Verweigerung von Behandlung
- „Umpolungs“- oder Konversionangebote
- respektlose Kommentare, Sexualisierung, outing ohne Zustimmung
- mangelnde Kenntnisse zu queer-spezifischen Themen (PrEP, Familienplanung, trans*medizinische Versorgung).
Queerfeindlichkeit abzubauen bedeutet:
- rechtlichen Schutz stärken
- queere Inhalte in Ausbildung und Leitlinien verankern
- Awareness-Konzepte in Einrichtungen etablieren
- queere Selbstorganisationen unterstützen.
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