Neurodiversität beschreibt die Vielfalt menschlicher neurologischer Funktionsweisen. Der Begriff geht davon aus, dass Unterschiede wie Autismus, ADHS, Dyslexie oder Tourette natürliche Variationen menschlicher Gehirne sind – nicht per se Störungen oder Krankheiten.
Der neurodiversitätsbasierte Ansatz widerspricht rein defizitorientierten Perspektiven. Er erkennt an, dass neurodivergente Menschen andere Wahrnehmungen, Kommunikationsweisen und Bedürfnisse haben – und dass gesellschaftliche Strukturen oft nicht auf diese Vielfalt ausgelegt sind.
Es gibt auch neurodivergente Menschen, die queer oder trans* sind. Gleichzeitig erleben neurodivergente queere Menschen häufig doppelte Stigmatisierung. Die Intersektionen zu anderen Lebensrealitäten setzt voraus, sich mit den unterschiedlichen Hebelwirkungen und dem Ausmaß an individuellem Leidensdruck in einer diskriminierenden Gesellschaft auseinander zu setzen. Nur so kann eine sensible Gesundheitsversorgung stattfinden.
Im Gesundheitswesen zeigen sich Probleme durch:
- standardisierte Kommunikation
- Zeitdruck
- sensorische Überforderung
- mangelndes Wissen bei Fachpersonen
Eine neurodiversitätssensible Versorgung bedeutet:
- klare, transparente Kommunikation
- Anpassung von Abläufen
- Akzeptanz unterschiedlicher Ausdrucksformen
- Verzicht auf Pathologisierung
Quellen:
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