Medizinische Gewalt beschreibt Handlungen oder Strukturen im Gesundheitswesen, die Menschen schaden, ihre Autonomie verletzen oder sie entmündigen – oft legitimiert durch medizinische Autorität. Sie kann physisch, psychisch oder strukturell sein.
Beispiele medizinischer Gewalt:
- Zwangsbehandlungen ohne informierte Zustimmung
- nicht notwendige Operationen an inter* Kindern
- Missachtung von Grenzen
- entwürdigende Sprache
- Verweigerung notwendiger Versorgung
Medizinische Gewalt betrifft besonders marginalisierte Gruppen: queere, trans*, inter*, behinderte, psychisch erkrankte oder rassifizierte Menschen. Oft wird Gewalt nicht als solche erkannt, sondern als „notwendig“ oder „fachlich begründet“ dargestellt.
Eine gewaltkritische Medizin:
- stellt Selbstbestimmung ins Zentrum
- reflektiert Machtverhältnisse
- schafft Beschwerdewege
- arbeitet traumasensibel
Quellen:
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