Deadname

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„Deadname“ bezeichnet den früheren Namen einer trans* oder nicht-binären Person, der nicht mehr verwendet werden soll, weil er nicht (mehr) zur Geschlechtsidentität passt. Viele Menschen erleben ihren alten Namen als schmerzhaft, weil er mit Zeiten von Zwang, Dysphorie oder fremdbestimmter Identität verbunden ist.

Der Begriff Deadname (wörtlich „toter Name“) drückt aus, dass dieser Name für die Person „nicht mehr existiert“ und nicht mehr genutzt werden soll. Das absichtliche Verwenden des Deadnames wird meist als Form von Gewalt verstanden – vergleichbar mit bewusstem Misgendering oder Anzweifeln der Identität.

Deadnaming kann passieren:

  • im Alltag (Familie, Schule, Arbeit)
  • in behördlichen Kontexten, wenn Systeme alte Namen anzeigen
  • im Gesundheitswesen, wenn auf Akten, Chipkarten oder im Wartezimmer der falsche Name verwendet wird.

Gerade im medizinischen Bereich ist Deadnaming ein großes Problem, weil viele Systeme starr auf amtliche Daten zurückgreifen. Eine sensible Praxis versucht, trotzdem den gewählten Namen konsequent zu nutzen – z.B. durch:

  • sichtbare Hinweise in Akten („gewählter Name“, „so ansprechen“)
  • Verwendung des gewählten Namens in Gesprächen, auch wenn im System noch der alte Eintrag steht
  • Prozesse, um Namen schnell zu aktualisieren, sobald rechtliche Änderungen erfolgt sind.

Wichtig: Nach dem Deadname zu fragen („Wie hieß du früher?“) ist in der Regel übergriffig und unnötig. In den allermeisten Fällen gibt es keinen legitimen Grund, den alten Namen zu kennen. Wenn aus rechtlichen oder versicherungstechnischen Gründen alte Namen auftauchen müssen, sollten Fachpersonen sensibel damit umgehen und sie nicht laut im Wartezimmer oder vor Dritten verwenden.

Für Außenstehende gilt:

  • Verwende konsequent den aktuellen Namen.
  • Korrigiere andere, wenn sie den Deadname benutzen.
  • Lösche/aktualisiere alte Einträge (z.B. E-Mail-Adresse, Website-Profile), wenn es in deiner Macht steht und gewünscht ist.

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